• Dima

Fehlermanagement

Aktualisiert: 9. Okt 2020

Bebensicheren Mut für den Alltag entwickeln




Erste Erkenntnis:

Wenn du unbegrenzt Geld hättest, würdest du dich nur mit den Dingen beschäftigen, die dir spaß machen.


Zweite Erkenntnis:

Wenn du unbegrenzt Zeit hättest, würdest du nur das tun, was du willst.


Dritte Erkenntnis:

Wenn du unbegrenzt Fehler machen dürftest, hättest du keine Angst vor neuen oder schwierigen Herausforderungen.



"Das heißt, du musst die dritte Erkenntnis in Gewissheit umwandeln":


Denis Diderot hat in seinem Werk "Jacques le Fataliste et son maître" eine ziemlich beeindruckende Presönlichkeit erschaffen. wie der Titel seines Klassikers schon andeutet, ist Jacques ein überzeugter Fatalist. Er reist eines Tages mit seinem Herrn, als es zu dämmern begann und beide sich nach einer Bleibe umsehen. Bei dem ersten Wirtshaus, dass sie sehen, halten sie an und mieten sich ein Zimmer. Doch es kommt wie es kommen muss, nebenan im Saal schreien und singen, pöbeln rüpeln etwa 20 betrunkene Männer, die den Eindruck vermitteln, als würden sie einen erfolgreichen Raubzug feiern oder zumindest etwas, was diesem Verbrechen nahe kommt. Diese Gesellschaft bereitet dem Herrn eine riesenangst, sodass er seinen Diener Jacques anfleht, das Wirtshaus umgehend zu verlassen - doch Jacques denkt nicht daran.



Er nimmt seine Pistole in die eine Hand, ergreift daraufhin die Pistole seines Herrn und verlässt ohne nachzudenken ihr Zimmer, ohne dass sein Herr


auch nur eine Sekunde Zeit hätte, Jacques von dem abzuhalten, was er vorhat.

Jacques stürmt aus dem Zimmer, tritt die Tür zum Saal der laut feiernden Gesindel ein, und ruft mit Pistolen in beiden Händen "Los, marsch in die Betten! Dem ersten der aufmuckt, brenn ich eine ins Hirn!"


Sein überzeugender auftritt tat seine Wirkung. Den Rüpeln wich vor Schreck die Farbe aus den Gesichtern und sie gehorchten Jacques Befehl augenblicklich. Jacques löschte ihr Licht, verschloss ihre Tür zweifach und ging zurück in sein Zimmer, wo sein Herr ihn mit Erstaunen empfing: "Jacques, du bist ein Teufelskerl!"



Und da hat sein Herr Recht. In diesem Verhältnis, 1 zu 20, hatte Jacques keine Chance, da er Steinschlosspistolen hatte, die nur eine Kugel abfeuern können und danach umständlich und lange nachgeladen werden müssen. Realistisch gesehen hätte Jacques es nicht mit den 20 Leuten aufnehmen können, was zeigt, wie wenig verlass auf das Wort "realistisch" ist. Der Grund für Jacques handeln war jedoch seine Überzeugung vom Fatalismus. Er glaubt nicht lediglich, sondern für ihn ist es Gewissheit, dass das Schicksal jedes einzelnen feststeht und, wie er immer wiederholt, "oben niedergeschrieben steht".


Was lernen wir daraus?

Mit diesen drei Schritten kriegst du Das Mindset, um Chancen öfter zu nutzen und keine Angst vor Fehlern zu haben.


1. Schritt: Die Entscheidung bewusst machen


Mache dir die Entscheidung zuerst bewusst, so wie Jacques umgehend, ohne zögern, die Pistolen ergriff und blende alle Einwände und Erwägungen zunächst aus, die in Form des ängstlichen Herrn auftreten. Jeder auftretende Zweifel ist ein Herr, der dich zu seinem Diener machen will, diesen Kontrollverlust vermeidest du durch eine bewusste Entscheidung.


2. Schritt: Die Tür eintreten


Nachdem du die bewusste Entscheidung getroffen hast, komme sofort ins Handeln und tritt, wie Jacques, einfach die Tür ein. Wenn du in einer Klausur bei einer Ankreuzaufgabe die richtige Antwort nicht weißt, lässt du doch auch nicht alle Kästchen leer, sondern du kreuzt irgendetwas an. Das ist immer besser, als sich für gar nichts zu entscheiden. Manchmal sind wir vor lauter Möglichkeiten wortwörtlich gelähmt und könne uns nicht für eine Tür entscheiden, und stehen so lange paralysiert herum, bis plötzlich alle Türen und somit Chancen, vor unseren Augen zufallen.


3. Schritt: Waffen hoch


Nachdem du die Tür eingetreten hast, wirst du dir wenigstens keine "was wäre wenn..." Vorwürfe machen. Doch danach kommt der Schritt die Waffen hochzunehmen: Das sind deine Worte die du dir überlegt hast, das ist das Geschenk, welches du übergeben willst oder der Vorschlag den du unterbreiten willst. Wenn du ohne Zweideutigkeit und voll entschlossen deinen Wunsch, Angebot und Ähnliches äußerst, kommst du so Überzeugend rüber, dass die Worte keine Bedeutung mehr haben werden.



15 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen